Endlich mobil

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Seit Donnerstag können wir endlich mit unserem Auto fahren. Die Kennzeichen waren tatsächlich schneller fertig als befürchtet. Das ist eine große Erleichterung für uns: Das Gefühl der Freiheit ist großartig. Um mit Jack Sparrow zu sprechen:

„Wherever we want to go, we go. That’s what a ship is, you know. It’s not just a keel and a hull and sails – that’s what a ship needs. Not what a ship is. What a ship really is, is freedom.“

Ganz so extrem ist es vielleicht nicht. Aber schon für das nächste „lange“ Wochenende (Montag ist frei) haben wir uns vorgenommen, nach Tandil zu fahren. Das sind ungefähr vier Stunden Fahrt, also nichts, was wir mit dem Uber machen könnten. Und einen Leihwagen zu mieten, kostet mindestens eine Stunde mehr für jede Strecke.

Der Wagen (Toyota SR4) ist natürlich ein wenig sehr groß für uns mit den sieben Sitzen, fast fünf Metern Länge und 2,5 t Gewicht.
Aber er hat Vierradantrieb, eine vernünftige Bodenfreiheit und Differentialsperre, so dass wir hoffen, damit wirklich überall hinzukommen.
Für den Winter (Juli! es ist wirklich schwer, sich daran zu gewöhnen) haben wir eine Fahrt in den Norden geplant mit dem ersten großen Ziel der Wasserfälle von Iguazú. Auf dem (wenn auch nicht ganz direkten) Weg dahin liegen schon drei Naturschutzgebiete.
Von Iguazú wollen wir dann über Brasilien und Uruguay zurückfahren. Mal sehen, wie es dann wirklich wird.

Bis dahin haben wir aber noch vier Wochen Schule. Die ist weiterhin erstaunlich anstrengend mit den vielen Nationalen und deutschen Regeln, die zu berücksichtigen und irgendwie zu integrieren sind. Dazu kommen die jeweils ganz unterschiedlichen Mentalitäten, die das Bilden von Teams nicht ganz einfach machen. In der Schulleitung arbeiten wir gerade genau daran. Der Prozess geht voran, aber sehr langsam. Ich bin trotzdem zuversichtlich.

Ansonsten versuchen wir am Wochenende immer mal heraus zu kommen. Das schaffen wir zum Beispiel, dass wir immer noch nicht selber kochen (die Jagd nach Lebensmitteln, mit denen wir zufrieden sind ist nicht ganz einfach) und einfach mit dem Fahrrad zu einem Restaurant in der Umgebung fahren. Für viel mehr reicht es meistens nicht. Allerdings sind wir vor zwei Wochen bis in die Stadt gefahren (knapp 30 km). Diese Erfahrung werden wir aber nicht wiederholden. Es macht einfach keinen Spaß bei diesem Verkehr und den Autofahrern, die nur selten vorausschauend fahren. Mehr als einmal hatten wir das Gefühl, gleich mit einem zu kollidieren.