Wir sind gerade einmal 8 Tage unterwegs und haben schon erstaunlich viel gesehen.
In El Palmar sind wir tatsächlich gewesen. Der Umweg hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch für unser erstes Wasserschwein. Die meiste Zeit sind wir mit dem Auto durch den Nationalpark gefahren, aber ein bisschen auch gelaufen. Eine unglaubliche Ruhe haben wir dort erlebt und nur wenige Menschen.
Mercedes war ganz nett, das Hotel erstaunlich modern für so eine kleine Stadt im Nichts, das ist aber vermutlich durch die Nähe zu Iberá bedingt.
Wir sind von dort aber erst Richtung Corrientes gefahren und haben einen Abstecher in den kleinen Nationalpark Mburucuyá gemacht. Dort haben wir schon aus dem Auto Kaimane gesehen und später auf dem Rundweg einen Hirsch und ein Gürteltier. Und natürlich Wasserschweine.
Corrientes hat uns zunächst ganz gut gefallen, vor allem die Promenade am Fluss mit einer schönen Aussicht. Leider sind wir dann aber an der Essensjagd zu einer normalen Zeit um 19 Uhr gescheitert. Vor 20:30 Uhr war nichts zu bekommen, so dass wir am Ende doch im Hotel gegessen haben, dessen Restaurant glücklicherweise geöffnet war.
Der Weg nach Iberá (oder besser Colonia Carlos Pellegrini) gestaltete sich etwas sperrig. Kurz nachdem wir aus Corrientes heraus waren begegnen uns die ersten Gauchos zu Pferd, die sich am Straßenrand sammelten und in die gleiche Richtung ritten wie wir. Im Laufe der Zeit wurden es immer mehr, insgesamt haben wir bestimmt Hunderte gesehen. Irgendwann war die Straße dann dicht und wir kamen nicht weiter. Informationen hatten wir auch keine (wir hatten aber in den kurzen Abschnitten mit Netz herausgefunden, dass es sich um eine Wallfahrt handelte), so dass wir umgedreht sind und eine andere Strecke genommen haben. Das wollten wir eigentlich vermeiden, da wir ein nicht unerhebliches Stück zurück mussten.
Die Fahrt blieb weiter abenteuerlich mit Schlaglöchern, die mit Lehm gefüllt waren und knapp 100 km Schotterpiste mit tiefen Spurrinnen. Wir waren echt froh über unser Auto.
Die Lodge in CCP war ganz schön mit Ausblick auf die Lagune. Da wir recht früh dort waren, sind wir zum Besucherzentrum des Nationalparks gefahren und sind dort drei Rundwege gelaufen und konnten eine Menge Tiere sehen (und die Ruhe genießen). Leider waren die Affen nicht da. Wir konnten früher zu Abend essen (also allein) und hatten dadurch noch Zeit für eine Nachtwanderung unter sternenklarem Himmel. Wirklich schön.
Für den nächsten Morgen hatten wir eine Bootsfahrt gebucht, aber erst um 10 Uhr. So haben wir die Gelegenheit genutzt und sind vor dem Frühstück noch einmal zu dem Rundweg mit den Affen gefahren, die wir diesmal tatsächlich entdeckt haben.
Die Bootsfahrt war etwas ganz Besonderes mit hunderten Kaimanen und zwei Krokodilen, einer großen Zahl von Hirschen, einer Unmenge von Wasserschweinen und vielen Vögeln.
Gegen Mittag sind wir dann weiter Richtung Iguazú gefahren, in Santa Ana auf halber Strecke haben wir übernachtet in einer umgebauten Gerberei. Die „Zimmer“ waren in den Wald gebaute Kuppeln mit Terrasse und eigenem kleinen Pool. Sehr idyllisch und fast ohne Fußball.
In Iguazú angekommen haben wir erst einmal unser Zimmer bezogen. Diese sind in kleinen Blocks in den Wald gebaut. Vom Balkon aus sehen wir fast nur Bäume.
Den Nachmittag und Abend haben wir in der Stadt verbracht. Das war vor allem wegen des schönen Wetters ganz schön, weil wir draußen sitzen konnten.
Heute Morgen haben wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen gemacht – genau wie Hunderte andere. Schon beim Frühstück um 7 Uhr war es voll, beim Eingang des Parks gab es lange Schlangen.
Das zog sich dann durch den Vormittag, in großen Pulks ging es über die Stege. Das Erlebnis der riesigen Wassermassen ist zwar ziemlich beeindruckend, die Menschenmassen trüben es aber schon.
Morgen schauen wir uns die Wasserfälle noch von der brasilianischen Seite an, bevor wir uns am Sonntag endgültig Richtung Brasilien aufmachen.