Herbst

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Inzwischen ist der Sommer wirklich vorbei. Am Montag hatten wir 4° am Morgen. Immerhin ist es weitgehend trocken und meistens sonnig, so dass es tagsüber dann doch eher 20° warm wird. Am Sonntag war es aber wolkig und sehr windig. Dann merken wir doch, dass unser Haus nicht so ganz dicht ist und die Heizung nur eingeschränkt funktioniert. Im Erdgeschoss ist es war, im ersten Stock ganz in Ordnung und oben eher nicht. Dort waren es dann 16°.
Dabei geht es uns offenbar noch gut. Die anderen berichteten davon, dass sie in Schal und Mütze in ihren Wohnungen gesessen hätten.

Die Arbeit ist ziemlich intensiv und häufig (nicht zuletzt wegen er kulturellen Unterschiede) sehr schwierig. Aber das tut mir eher gut, insgesamt belastet mich die Schule viel weniger als in Deutschland. Schon interessant.
In der vorletzten Woche war die gesamte Schulleitung für vier Tage auf einer Fortbildung (hier bei uns um die Ecke) in der Universität San Andres. Dort geht es um Veränderungen in der Schule und wie man damit umgehen kann. Grundsätzlich ganz interessant, aber natürlich wegen der Sprache nicht immer ganz einfach. Nicht zuletzt geht es uns auch darum, die Schulleitung (inzwischen aus 11 Personen bestehend) zu einem Team zu formen. Die meisten sind ziemlich neu dabei (das Längste sind glaube ich drei Jahre), so dass es keine echte Kontinuität gibt.
In der vergangenen Woche hatten wir einen „Reflexionstag“ zum Thema Gewalt. Anlass sind neonazistische Schmierereien in der Schule. Nicht sehr schön. Ob das etwas gebracht hat, wird sich zeigen. Immerhin war der Aufwand ganz schön groß.

Langsam kehrt der Alltag bei uns ein. Gestern hatten wir sogar kurzzeitig das Gefühl, nicht zu wissen, was wir jetzt machen sollen. das ging dann aber schnell vorbei.
Eine Schwierigkeit dabei ist, dass wir unser Auto immer noch nicht fahren können, so dass wir notwendige Einkäufe zur Gartengestaltung aufschieben – mit dem Uber macht das keinen Spaß. Am kommenden Mittwoch bekommen wir immerhin unsere Führerscheine – verspätet, wegen eines Fehlers im Ministerium. Dann können die Nummernschilder beantragt werden. Vielleicht schaffen wir es ja bis zum übernächsten langen Wochenende Mitte Juni… Ich glaube nicht daran.

Heute machen wir uns wieder einmal mit dem Fahrrad auf den Weg, einfach nur zum Mittagessen. Auf der einen Seite haben wir noch immer keine überzeugende Quelle für Lebensmittel gefunden (wobei wir am Dienstag in Martinez das eine oder andere interessante Geschäft gesehen haben), auf der anderen Seite ist es ein Anlass herauszukommen.
Im Übrigen haben wir am Dienstag auch endlich einen Internetzugang bestellen können. Donnerstag kommt der Anschluss. Dann wird Einiges einfacher.