La Plata

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Jetzt sind die Ferien schon wieder seit drei Wochen vorbei. Die Schule beschäftigt uns ziemlich intensiv, viel Zeit (bzw. Energie) bleibt nicht, außer am Wochenende. In der vergangenen Woche hatten wir wieder einmal ein verlängertes und sind trotz des vergleichsweise schlechten Wetters (wolkig, regnerisch, 10°) nach La Plata gefahren, der Hauptstadt der Provinz Buenos Aires, etwa 1,5 Stunden von hier.
Die Stadt ist grundsätzlich ziemlich interessant, am Reißbrett geplant, also hochsymmetrisch mit nummerierten Straßen, die sich im rechten Winkel treffen und Diagonalen, die das Ganze durchschneiden. Dazu kommen eine große Anzahl sehr beeindruckender (alter) Gebäude. Sogar ein von Le Corbusier geplantes Haus steht dort. Außerdem haben sie dort eine Kathedrale und eine reihe von ganz nett angelegten Parks.
Trotzdem haben wir uns nur eingeschränkt wohlgefühlt, der Verfall ist an allen Ecken zu sehen, die Gehwege in Trümmern. Darüber hinaus sind wir in die Anfänge eines Fußballspiels gekommen mit dem entsprechenden Lärm. Die Überreste haben wir am folgenden Tag auch gesehen, alle Vorurteile sind bestätigt.

Wir haben mittags ganz gut in einem baskischen Restaurant gegessen und waren abends in einem Bierausschank (Brauerei wäre zu viel gesagt). Unser Hotel war ziemlich nett, die besten Medialunas (Hörnchen), die wir bisher bekommen haben.

Am nächsten Tag haben wir uns schon wieder auf den Rückweg gemacht. Wir sind zunächst zum „Strand“ gefahren, also zum Fluss in Punta Lara. Dort sieht es schon fast aus wie am Meer, aber tatsächlich ist es noch weit dahin.
Die „Uferpromenade“ ist ziemlich strange. Bestimmt ein Kilometer lang und auf der gesamten Strecke stehen Picknicktische in mindestens vier reihen mit dazugehörigen Grillstellen, alles giftgrün angemalt. Im Sommer ist dort sich die Hölle los, so war es ziemlich leer, abgesehen von einigen Campingwagen.

Von dort sind wir weiter am Fluss Richtung BA gefahren, nicht weiter spektakulär abgesehen von einer Unmenge von Anglern. Zurück zur Autobahn haben wir einen Feldweg genommen. Da es geregnet hatte, war der voller „Pfützen“, die zum teil kleine Krater waren, so dass wir sehr froh über unser Schlachtschiff waren. Mite einem PKW hätten wir es vermutlich nicht geschafft. Der Vorteil war, dass dort sonst niemand war, abgesehen von zwei Radfahrern und zwei Vogelbeobachtern. Die Einsamkeit sorgte dafür, dass wir eine große Menge an Tieren gesehen haben, hauptsächlich Vögel, aber auch einen Fuchs und eine große Zahl an Meerschweinchen.

Da wir sowieso durch die Stadt nach hause fahren mussten, sind wir in Palermo noch essen gewesen. Das war sehr schön, die Stadt hat dort ein gewisses internationales Flair.