Gestern waren wir den ganzen Tag mit den Falträdern unterwegs. Dabei haben wir die Touristen-Orte San Telmo und La Boca (wieder) besucht.
In Buenos Aires mit dem Rad zu fahren, ist schon eine besondere Erfahrung. Auf der einen Seite gibt es durchaus Fahrradwege, auf der anderen werden diese gerne auch einmal von Autos fremdgenutzt, um eine Straßensperre zu umgehen. Verkehrsregeln sind eher Hinweise als Vorschriften, das merkt man auch zum Beispiel bei der Benutzung von Zebrastreifen. Hier gewinnt der mit den stärkeren Nerven.
Insgesamt geht es aber ganz gut.
Wir haben wunderbares Eis und (teure) Empanadas gegessen, den einen oder anderen interessanten Laden entdeckt und sind über Märkte mit Kunsthandwerk geschlendert (wohlgemerkt mit den Rädern in der Hand – nicht immer so toll).
Das Eintauchen in der Stadt ist zwar manchmal etwas überwältigend, aber insgesamt sehr positiv. Heute sind wir noch einmal in Palermo zu Fuß unterwegs gewesen und haben einige interessante Restaurants von außen angeschaut (einfach, um einen Plan zu haben). Bei Don Julio (das beste Steakrestaurant Argentiniens) wurden wir dabei mit einem Glas Sekt und einer Empanada begrüßt zusammen mit der Frage, ob wir eine Reservierung hätten. Hatten wir natürlich nicht – dort ist immer alles ausgebucht (deswegen auch der Sekt, damit die in der 50 m langen Schlange Wartenden eine gute Zeit haben). Allerdings ist es uns doch gelungen, dort für Donnerstag einen Tisch zu bekommen.
Auch nur ansatzweise etwas Ähnliches haben wir bisher noch nicht erlebt.
Heute Abend fahren wir noch einmal mit dem Rad in Richtung Stadt, um einen Gutschein in einem Restaurant einzulösen, den Barbaras Kollegen uns geschenkt haben. Ich bin sehr gespannt. Bis dahin ist heute einmal etwas Ruhe angesagt.
Morgen geht dann in ersten Ansätzen die Arbeit los.