Baños de Agua Santa

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Karnevalsferien- zwar „nur“ Montag und Dienstag, aber Anlass genug, ein paar Tage wegzufahren.

Zunächst wollten wir ans Meer nach unseren schönen Erlebnissen auf Galapagos. Allerdings ist Gott und die Welt über Karneval dort und wir hatten so gar keine Lust auf lange Staus bei der Anfahrt. Deshalb haben wir uns für Baños de Agua Santa entschieden, das auch auf unserer Liste der unbedingt zu besuchenden Orte in Ecuador steht.

Baños liegt in unmittelbarer Nähe zum Tungurahua, dem größten Vulkan in Ecuador mit 16 km Durchmesser. Er ist zwar nur 5016 m hoch, dafür aber auch in letzter Zeit noch aktiv.

Darüber hinaus liegt Baños am Rio Pastaza, der das Gebirge durchschneidet und ein spektakuläres Tal geschaffen hat, das in den Regenwald führt. In Anbetracht der hohen Berge ringsum entstehen dadurch eine große Anzahl von Wasserfällen, deren spektakulärster der Pailon del Diablo ist. Außerdem gibt es noch ein Baumhaus mit großer Schaukel und anscheinend spektakulärem Blick auf den Tungurahua. Natürlich kann man auch die üblichen Aktivitäten wahrnehmen: Rafting, Canyoning, Downhill, Reiten …

Wir sind jedenfalls heute morgen los, ganz gemächlich und nicht zu früh. Die 186 km lange Fahrt hat uns etwas mehr als drei Stunden gekostet. Die Straßen waren aufgrund des Ferienwochenendes voll und auch ansonsten braucht man für kurze Strecken erstaunlich lange.Unser Hotel haben wir ohne große Schwierigkeiten gefunden (keine Selbstverständlichkeit, auch auf die Navigationssysteme ist hier oft kein Verlass). Das Haus macht einen guten Eindruck, viel Holz und Gastgeber, die sich Mühe geben. Die Kinder haben ein schönes Zimmer mit Ausblick auf den Fluss bekommen, wir müssen mit der Straße Vorlieb nehmen, aber für zwei Nächte (wir fahren Montag Abend wieder, da ich am Dienstag Morgen weiter nach México muss) geht das schon.

Den Nachmittag haben wir damit verbracht, den Ort kennenzulernen und uns zu überlegen, wie die folgenden beiden Tage ablaufen sollen. Vermutlich wird es auf eine Radfahrt zu den Wasserfällen für morgen und eine Raftingtour mit anschließender fahrt zum Baumhaus am Montag hinauslaufen. Anscheinend, aber das ist nicht ganz sicher, gibt es auch noch die Möglichkeit abends im Krater des Vulkans die glühende Lava zu beobachten. Da müssen wir noch etwas recherchieren.Erin hat sich ihren großen Wünsche erfüllt, einen „Bungee-Sprung“ von einer Brücke zu machen. Wobei es sich nicht um ein dehnbares Seil gehandelt hat, sondern der Fall so umgelenkt wurde, dass der Springer an dem Seil schaukelt.Wir haben verschiedene Lokale aufgesucht und wieder einmal festgestellt, dass Reiseführer höchstens Anhaltspunkte für Qualität liefern bzw. auch völlig daneben liegen. Den Abschluss hat ein (argentinisches) Grillrestaurant gemacht. Hier waren die Portionen so groß, dass uns locker zwei Gerichte gereicht hätten. Aber gut war es auf jeden Fall.

Ein wenig Sorge macht uns das Wetter. Für ecuadorianische Verhältnisse (so wie wir sie bisher kennengelernt haben) ist es ziemlich trübe und regnerisch. Dabei natürlich warm, aber Sonne ist dann doch etwas anderes. Wir lassen uns überraschen!

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